Weh

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Tropische Pflanzen, palmengesäumte Traumstrände, kristallklares Meer und eine faszinierende Unterwasserwelt… Reisenden kommt Weh wie ein kleines Paradies vor. Und tatsächlich geht es auf der etwas mehr als 150 Quadratkilometer großen Vulkaninsel Weh, auch Pulau Weh und insbesondere von den Einheimischen oft Sabang genannt, die etwa 15 Kilometer vor der Nordspitze von Sumatra liegt, sehr geruhsam zu. Das Klima ist dort heiß und schwül. Die circa 25.000 Einwohner sind größtenteils Moslems und leben hauptsächlich von Fischfang und Landwirtschaft. Industrie gibt es auf Weh kaum. Die Angebote für Urlauber richten sich an umweltbewusste Individualreisende. Massentourismus und lärmige Strandpartys gibt es auf Weh nicht. Stattdessen erwarten Urlauber eine nahezu unberührte Natur und eine ruhige, idyllische Umgebung. Somit ist Weh ideal, um sich während einer kräftezehrenden Reise durch Indonesien zu erholen und neue Kräfte zu tanken.
Doch nicht nur wegen seiner entspannten Atmosphäre ist Weh beliebt, sondern auch wegen seiner prächtigen und vielfältigen Unterwasserwelt. Die Landschaft, die sich unter Wasser präsentiert, bietet sanfte Korallengärten und Wände aus Seefächern, aber auch zerklüftete Felsen und Schluchten – und vor allem zahlreiche Fische, denn bei den Korallenriffe vor Weh ist das Artenreichtum der Fische besonders groß. Taucher und Schnorchler können unter anderem Muränen, Mantarochen, farbenfrohe Clownfische, Seepferdchen, Riffhaie, Makrelenschwärme und Seenadeln bestaunen. Da es auf Weh zahlreiche Tauchschulen gibt, können auch Anfänger das Tauchen erlernen. Die meisten Tauchschulen und Tauchbasen befinden sich um Iboih und Gapang. Auch für geübte Taucher werden dort vielfältige Tauchgänge angeboten. Ein besonderes Erlebnis ist stets ein organisierter Tauchgang zu einem der Schiffswracks, die vor Weh liegen, beispielsweise zu dem 1940 gesunkenen Schiff Sophie Rickmers.
Abwechslung vom Tauchen bieten Ausflüge auf Weh. Die Landschaft der Insel ist geprägt durch Wälder, Hügel, einsame Buchten, entlegene Dörfer und Steilküsten. Beliebte Wanderungen führen zu dem noch aktiven Vulkan, den heißen Quellen oder dem Wasserfall.
Die Inselhauptstadt von Weh ist Sabang. Dorthin begeben sich Reisende jedoch meist nur, um Einkäufe zu erledigen. Unterkunft bezogen wird meist in den Strandorten Iboih, Gapang oder Sumur Tiga. Von Banda Aceh aus gibt es regelmäßige Schiffs- und Flugverbindungen nach Weh.