Medan

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Die meisten Urlauber in Sumatra lernen Medan, die drittgrößte Stadt Indonesiens und größte Stadt im Norden von Sumatra, als großen Verkehrsknotenpunkt kennen, denn die Stadt verfügt über einen Flughafen sowie gute Bus- und Eisenbahnverbindungen in andere Regionen von Sumatra. Somit ist Medan oft der Ausgangs- und Endpunkt einer Reise durch Sumatra oder ein Zwischenstopp auf dem Weg von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten.

Üblicherweise wird Medan von Touristen als wenig einladend und anheimelnd empfunden: Das Stadtbild ist geprägt durch Schmutz und Chaos, die Orientierung ist schwierig, die Gebäude wirken heruntergekommen und aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit, der großen Hitze und des immensen Verkehrs ist die Luft sehr schlecht. Aus diesem Grund versuchen die meisten Reisenden, ihre Aufenthalte in Medan so kurz wie möglich zu halten und rasch zu den nahegelegenen Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem etwa siebzig Kilometer entfernten Orang Utang Center in Bukit Lawang beim Gunung Leuser Nationalpark, dem knapp fünfzig Kilometer entfernten Vulkan Gunung Sibayak oder dem etwa hundert Kilometer entfernten Danau Toba weiterzureisen.

Nichtsdestotrotz hat auch Medan einige interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten – es lohnt sich also durchaus, den Aufenthalt für einen Stadtbummel zu nutzen, statt bloß darauf zu warten, dass man endlich weiterreisen kann.

Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Medan gehört die Große Moschee (Masjid Raya), die um 1906 fertiggestellt wurde. Die Besichtigung des imposanten Gebäudes aus weißem Marmor mit der auffälligen schwarzen Kuppel ist kostenlos, Spenden sind jedoch ausgesprochen erwünscht. Besucher sollten allerdings bedenken, dass es sich um ein religiöses Bauwerk handelt, und sich für die Besichtigung angemessen kleiden. Für Frauen ist in der Moschee ein Kopftuch Pflicht.

Ebenfalls ausgesprochen sehenswert ist der Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Sultanspalast Maimoon Palace. Von den etwa dreißig Räumen kann allerdings nur der Thronsaal besichtigt werden.

Lohnenswert ist auch ein Spaziergang durch die Jl. Ahmad Yani, in der sich viele Gebäude im Kolonialstil befinden.

Übrigens: In Medan gibt es – im Gegensatz zu vielen anderen Orten auf Sumatra – zahlreiche Banken, Kaufhäuser, Internet-Cafes, etc. Ein Bummel durch Medan lässt sich also ausgezeichnet nutzen, um Notwendiges zu erledigen und Einkäufe zu tätigen, ehe man sich in die pittoreskeren, aber abgelegene Orte begibt.