Inseln in Sumatra

Vor den Küsten von Sumatra liegt eine Vielzahl von Inseln, beispielsweise Weh vor der Nordspitze, Belitung, Bangka und die Riau Inseln vor der Ostküste, die Vulkaninsel Krakatau vor Bandar Lampung im Süden und Nias, Simeulue, Enggano sowie die Gruppen der Banyak Inseln, der Batu Inseln und der Mentawai Inseln vor der Westküste.

Bei den Inseln rings um Sumatra handelt es sich überwiegend um Naturparadiese, die Urlauber durch einsame, strahlend weiße Traumstrände, das klare Meer, pittoreske Dörfer und eine nahezu unberührte Natur begeistern. Massenunterkünfte, urbane Ballungszentren und wilde Strandpartys kennt man dort nicht. Stattdessen ist der Alltag geprägt durch Beschaulichkeit, ein urtümliches Flair und den traditionellen, geruhsamen Alltag in den kleinen Ortschaften. Somit ist ein Aufenthalt auf einer Insel ideal für Reisende, die während einer abenteuerlichen Reise durch Sumatra zwischendurch in einer idyllischen Umgebung fernab von ausgetretenen Pfaden entspannen und neue Kräfte tanken wollen. Dementsprechend gehören Sonnenbaden, am Strand relaxen und Schwimmen zu den beliebten Aktivitäten auf den Inseln um Sumatra.

Reizvoll ist es auch, die malerische Umgebung zu erkunden. Leichte Spaziergänge lassen sich auf allen Inseln unternehmen. Wer sportliche Herausforderungen liebt und gern auf Entdeckungs-Touren geht, sollte eine Insel wählen, auf der auch Dschungel-Expeditionen möglich sind. Geführte Wanderungen und Trekking-Touren werden auf einigen Mentawai Inseln und auf Tuangku aus der Gruppe der Banyak Inseln angeboten. Reizvoll für Naturliebhaber ist auch der Nationalpark auf Bangkam aus der Gruppe der Banyak Inseln. Auf Enggano werden für ornithologisch interessierte Urlauber Birdwatching-Safaris organisiert.

Doch nicht nur zu Land, sondern auch im Wasser lässt sich die eindrucksvolle Natur bewundern. Insbesondere Weh, Simeulue und Enggano verfügen über faszinierende vorgelagerte Korallengärten. Beim Tauchen und Schnorcheln können Urlauber die artenreiche Unterwasserwelt kennenlernen. Auf Weh werden auch Tauchunterricht sowie geführte Tauchgänge zu versunkenen Schiffswracks angeboten.

Eine weitere Wassersportart, die sich insbesondere auf den Inseln vor der Westküste von Sumatra großer Beliebtheit erfreut, ist Wellenreiten. Unter passionierten Surfern sind Nias, Simeulue, Enggano, die Mentawai Inseln und die Batu Inseln längst kein Geheimtipp mehr. All diese Inseln bieten ausgezeichnete Surfbedingungen und verfügen über spezielle Surf Resorts, die ganz auf die Bedürfnisse von Wellenreitern zugeschnitten sind. Vielfach gehören Surfunterricht, der Transfer per Schnellboot zu besonders guten Surfspots, der Verleih von Surf-Equipment und geführte Surf-Touren zum Service. Durch diese große Auswahl haben surfbegeisterte Urlauber die Möglichkeit, eine Unterkunft zu finden, die bestens ihren individuellen Wünschen entspricht. Allerdings eignen sich viele Strände eher für erfahrene Wellenreiter, nicht für Anfänger.

Viele Inseln sind zudem für kulturell Interessierte eine Fundgrube, da sie über eine eigenständige Kultur  verfügen. So gibt es beispielsweise auf den Mentawai zahlreiche Dörfer, in denen der Alltag der Bewohner noch immer durch ihre animistische Glaubensvorstellungen geprägt ist. Auf Nias erwarten Monolithen, traditionelle Häuser und Vorführungen von rituellen Tänzen interessierte Reisende. Belitung wiederum ist geprägt durch eine große ethnische Vielfalt, von der Gebäude im chinesischen, balinesischen und hinduistischen Stil zeugen.

Allerdings hat die Abgeschiedenheit der Inseln vor Sumatra auch ihre Schattenseiten: Viele der malerischen Inseln wie beispielsweise die Banyak Inseln sind für Urlauber kaum erschlossen, eine touristische Infrastruktur ist bloß rudimentär vorhanden. Auf anderen Inseln ist das Angebot stark spezialisiert, etwa auf den Batu Inseln, auf denen es an Unterkünften ausschließlich exquisite Surf Resorts gibt, oder auf der Insel Enggano, die fast nur im Rahmen von geführten Surftouren und Birdwatching-Safaris besucht wird. Auf Nias wiederum beschränkt sich das Angebot für Urlauber auf wenige Touristenorte. Wer diese Inseln auf eigene Faust abseits von organisierten Gruppen erkunden will, muss nicht nur bereit sein, beim Komfort große Abstriche zu machen, sondern auch Flexibilität, Organisationsgeschick und Improvisationsfreude beweisen.

Eine Ausnahme bilden die beiden Inseln Batam und Bintam aus der Gruppe der Riau Inseln: Batam und Bintam, die sich näher an Singapur als an Sumatra befinden, werden sowohl von westlichen als auch von asiatischen Urlaubern häufig angesteuert. Dementsprechend verfügen sie über vielfältige Angebote für Touristen. Allerdings stellen Umweltverschmutzung, Prostitution und Urbanisierung insbesondere auf Batam große Probleme dar.