Bandah Aceh

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Hierzulande erlangte Banda Aceh, die Provinzhauptstadt von Aceh, der nördlichsten Provinz Sumatras, eher traurige Bekanntheit, als Banda Aceh 2004 durch den Tsunami fast vollständig zerstört wurde. Doch wer bei dem Namen „Banda Aceh“ noch immer an Chaos und Verwüstung denkt, wird überrascht sein, wie freundlich und angenehm sich die Provinzhauptstadt mit etwa 250.000 Bewohnern ihren Gästen inzwischen präsentiert.

Dank der Unterstützung zahlreicher internationaler Hilfstrupps hat sich Banda Aceh - oder Kutaraja, wie der ursprüngliche Name von Banda Aceh lautet - ausgezeichnet von der Katastrophe erholt.

Innerhalb kurzer Zeit wurde die Stadt wieder aufgebaut und erlebte einen  Wirtschaftsboom. Nun, da die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sind und die Hilfsarbeiter sich zurückgezogen haben, profitiert Banda Aceh zwar immer noch von dem Aufschwung, doch es geht dort nicht mehr so geschäftig zu wie noch vor wenigen Jahren. Reisende beschreiben Banda Aceh als dörflich, gemütlich und wesentlich angenehmer als die meisten anderen indonesischen Städte. Die Gebäude sind in gutem Zustand, die Straßen sind schattig und es herrscht eine friedliche, entspannte Atmosphäre. Die Bewohner von Banda Aceh sind überwiegend strenggläubige Moslems. Reisenden begegnen sie aufgeschlossen und gastfreundlich.

Die Hauptattraktion von Banda Aceh ist die Moschee Mesjid Raya Baiturrham, die Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und seitdem mehrfach erweitert wurde. Das imposante weiße Gebäude mit seinen sieben schwarzen Kuppeln vereint Elemente der indischen Mogularchitektur und der Kolonialarchitektur. Den Tsunami im Jahr 2004 hat es fast unbeschadet überstanden und diente anschließend zahlreichen heimatlosen Menschen als Zufluchtsort.

Einen interessanten Eindruck von der Geschichte Banda Acehs vermittelt das Negeri Museum mit dem im traditionellen Stil erbauten Stelzenhaus Rumah Aceh.

Ausgesprochen eindrucksvoll ist auch der ehemalige Palastgarten Taman Sari mit dem Gunangan, einem verspielten weißen Monument, das der Legende nach Sultan Iskandar Muda für seine junge Ehefrau bauen ließ. Seit 1995 steht der Gunongan auf der Vorschlagsliste zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Wer von Banda Aceh aus eine mehrtätige Tour unternehmen möchte, kann zu der vorgelagerten Insel Weh übersetzen, die als Naturparadies für Individualreisende gilt.